Weißstorch-Chronologie

2018 August

Am 09. August wird Horsti nochmal auf einem Lichtmasten in der Grenzbachstraße gesichtet. Am nächsten Tag ist der dann wohl in Richtung Afrika aufgebrochen. Ob über den Bosporus oder Gibraltar wissen wir nicht. Auch ist noch nicht definitiv klar ob Horsti ein Männchen oder Weibchen ist. Wir wünschen ihm/ihr auf jeden Fall einen guten Flug und hoffen, dass sie/er im nächsten Jahr gesund und munter zurückkehrt. Vielleicht ist die Partnersuche im Jahr 2019 ja dann erfolgreich.

2018 Juli

Im Juli ist Horsti wieder sehr präsent in Friedenfels. Er entdeckt den Flutlichtmasten beim Parkplatz am Hammerweiher, die Sirene auf dem Verwaltungsgebäude des Granitwerkes und einen alten Lichtmasten im Granitwerk als Aussichtspunkte. Fast täglich ist er in der zweiten Julihälfte dort zu beobachten.

2018 Juni

Am Anfang des Monats und auch gegen Ende zeigt sich Horsti wieder in Friedenfels. Er wird jetzt aber weniger auf dem Brauereihorst gesichtet, dagegen klappert er immer öfter auf dem Horst in Frauenreuth und bei der Nahrungssuche in der Hammerlohe.

2018 Mai

Seit dem 28. April ist kein Weißstorch mehr zu Besuch in Friedenfels gewesen. Bei gelegentlich gesichteten Störchen handelt es sich immer um Schwarzstörche. Am 18. Mai endlich besucht uns „Horsti“, wie er mittlerweile liebevoll genannt wird, wieder. Er übernacht auf dem Brauereihorst und bleibt für drei Tage. Auch in der zweiten Maihälfte ist er wieder präsenter und zeigt sich öfters am Horst und bei der Nahrungssuche. Dabei entdeckt er auch das Heinbachtal zwischen der Haferdeckmühle und der Roten Lohe.  Am 24. Mai segeln zwei Weißstörche in die Hammerlohe ein. Das sind Neulinge die eine Nacht bleiben und am nächsten Tag weiterziehen. Einer davon ist beringt. Die Nummer wird abgelesen und an EURING gemeldet. Der beringte Storch ist auf jeden Fall nicht einer unser 2017 ausgewilderten Störche.

2018 April

Kein Storch in Sicht, aber wir geben nicht auf. Der Horst auf dem Brauereikamin wird am 06.04.2018 mit Grassoden und Reisig etwas wohnlicher gemacht. Das Dach wird „eingeweißt“, damit es so aussieht als ob der Horst schon mal bewohnt gewesen wäre. Nach Expertenmeinung soll dadurch der Anreiz für einen Zufallsgast größer sein, sich zum Bleiben zu entschließen.

Und dann passiert, was keiner so recht geglaubt hat. Am 17.04.2018 wird gegen Mittag ein Storch auf dem Brauereikamin gesichtet. Der klappert, pumpt und stochert an den Zweigen rum. In der Folge inspiziert er die möglichen Nahrungsgebiete in der Flohlohe und unterhalb vom Freibad. Auch in Richtung Wiesau (Reisensattler) wird er gesichtet. Ob es einer unserer Vorjahresstörche ist, kann nicht gesagt werden, da der Ankömmling nicht beringt ist. Kurzfristig gesellt sich in der Flohlohe ein Schwarzstorch hinzu, der sich aber zum Weiterflug entschließt. Unser Weißstorch übernachtet auf dem Brauereikamin.

Am nächsten Tag, 18.04.2018, wird er am Vormittag nur noch sporadisch gesichtet. Am frühen Nachmittag begutachtet er den Horst in Frauenreuth. Kurz darauf wird er nochmal auf dem Brauereikamin gesichtet und dann ist er erstmal weg. Sein Nachtquartier bezieht er offensichtlich nicht in Friedenfels.
Am 19.04. und am 21.04. wird er jeweils um die Mittagszeit , am 28.04. am Vormittag auf dem Horst gesichtet.

2017 August

Zum  Ende der ersten Augusthälfte macht sich bei unseren Störchen wohl schon eine gewisse Zugunruhe bemerkbar. Sie ziehen weitere Kreise um ihr Nahrungsgebiet und wcchseln auch die Plätze zum Übernachten. Am 6. August gesellt sich ein weiterer Weißstorch (unberingt) dazu. Und am 14. August ist es dann soweit, unsere 3 Franken treten zum ersten Mal die Reise in den Süden an. Ob es Richtung Osten über den Bosporus oder Richtung Westen über Spanien nach Afrika geht, wissen wir nicht. Wir wünschen ihnen auf jeden Fall eine gute Reise und freuen uns auf ein Wiedersehen im Jahr 2018. Unsere Arbeit ist damit noch nicht getan, denn nun steht noch das Aufstellen der im Juni beschlossenen Nisthilfe in Frauenreuth an. Dies findet dann am 22 August unter der Federführung von Bernhard Kellner statt. Der erforderliche Bagger mit Baggfahrer Markus Kellner kommt von der Fa. Haubner aus Friedenfels. Tatkräftig unterstützt werden die beiden von Dr. Siegfried Steinkohl und Hans Lenk.

2017 Juni/Juli 

Offensichtlich ist in der Hammerlohe der Tisch reichlich gedeckt, da unsere drei Franken ihr Nahrungsareal kaum verlassen. Ab und zu taucht bei unseren Weißstörchen auch ein Schwarzstorch als „Nahrungskonkurrent“ auf. Die Dächer von Frauenreuth werden weiterhin regelmäßig zum Übernachten aufgesucht. Deshalb wird nach Beratung durch den Landesbund für Vogelschutz (LBV) beschlossen, ein weiteres Horstangebot in Frauenreuth einzurichten. Die Horstunterlage, die  uns wieder der LBV kostenlos zur Verfügung stellt, soll dazu auf einem  hohen Masten montiert werden. Herr Baron von Gemmingen-Hornberg sagt spontan zu eine entsprechende Steinwaldfichte bereitzustellen. Auch die untere Naturschutzbehörde wird sich wieder finanziell an den Kosten für das Aufstellen des Horstes beteiligen. Cheforganisator für das Projekt ist Bernhard Kellner aus Friedenfels. Und schließlich ist auch der Grundstücksbesitzers, Erwin Höcht aus Frauenreuth, einverstanden. Herzlichen Dank allen Beteiligten!

2017 Mai

Am 04. Mai werden durch den Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. drei Jungstörche in der Hammerlohe bei Frauenreuth in die Freiheit entlassen (siehe auch…). Die Vögel, 2 Männchen und ein Weibchen mussten in Bayreuth überwintern, da ihr Gefieder im vorangegangen Jahr auf Grund schlechter Witterungsverhältnisse nicht vollständig ausgebildet war. Die Reise in den Süden mussten sie deshalb um ein Jahr verschieben.
Einer der Störche kommt aus Herzogenaurach, ist beringt (DER AF397) und hat sich als sog. Apotheken-Storch deutschlandweit einen Namen gemacht (Tante Google weiß mehr dazu). Die beiden anderen Störche kommen aus Thiersheim (Oberfranken) und Uehlfeld (Mittelfranken).
Nach einer Platzrunde begeben sich die Störche in der Hammerlohe erfolgreich auf ihre erste Nahrungssuche in Freiheit. Unter den Beutetieren ist eine große Maus und eine Blindschleiche.

Am Wochenende nach der Freilassung gesellen sich drei weitere Störche hinzu, verlassen die Gruppe aber wenige Tagen später wieder und ziehen wohl weiter in ihre Herkunftsregion. Einer der Neuankömmlinge ist beringt (DEH HS013). Nach Auskunft der Beringungszentrale Hiddensee stammt der Storch aus der Nähe von Leipzig und ist 2015 aus dem Ei geschlüpft. Bis zum Ende des Monats halten sich die drei Franken zur Nahrungssuche meist in der Hammerlohe auf. Gelegentlich werden Ausflüge in Richtung Blaslberg, Altenreuth und Voitenthan gemeldet. Die Nächte verbringen sie mit zunehmender Regelmäßigkeit auf Hausdächern am Ortsrand von Frauenreuth. Auch scheinen zwei der Störche sich bereits mit der Familienplanung zu beschäftigen, wie die Beobachtung von Balzritualen vermuten lässt.

2017 April

Ein Storch hält sich für etwa zwei Stunden auf dem Kamin der Brauerei auf.

 

2016

Mit Einverständnis des Brauereibesitzers, Baron von Gemmingen-Hornberg, und Abstimmung mit dem zuständigen Bezirkskaminkehrermeister sowie mit finanzieller Unterstützung der unteren Naturschutzbehörde wird Ende April 2016 die neue Horstunterlage auf dem Brauereikamin installiert. Der Nistkorb wird vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V. zur Verfügung gestellt.(siehe auch…)

Im Juni wird das neue Wohnungsangebot erstmals von einem Storch inspiziert.

 

2015

Zwar wird Friedenfels alle Jahre von Weißstörchen besucht, doch zur Ansiedelung eines Storchenpaares ist es noch nicht gekommen. Da zwischenzeitlich die Brauerei mit einer modernen Hackschnitzelheizung ausgestattet ist, wird der Kamin der alten Heizanlage nur noch sporadisch benutzt. Es wird der Entschluss gefasst eine neue Nisthilfe auf dem Kamin der Brauerei zu montieren.

 

2000

Auf dem Bürogebäude der Güterverwaltung Friedenfels wird eine Horstunterlage installiert. Die Montagekosten übernimmt die Güterverwaltung. Bernhard Petrik von der Bärnhöhe fertigt einen entsprechenden Weidenkorb für das Metallgestell an.

 

1999

Im Rahmen eines Projektes der höheren Naturschutzbehörde an der Regierung der Oberpfalz werden mögliche Horststandorte für den Weißstorch im Einzugsgebiet der Fichtelnaab gesucht. Die fachliche Beurteilung übernimmt der Landesbund für Vogelschutz in Bayern. Die Experten kommen zu dem Schluss, dass es um Friedenfels ausreichend Grünlandflächen gibt, die als Nahrungsgrundlage für den Weißstorch in Frage kommen. Als Standort für die Anbringung einer Horstunterlage wird das Bürogebäude der Güterverwaltung Friedenfels vorgeschlagen. Der Brauereikamin, auf dem in der Vergangenheit immer wieder mal ein Storch Rast machte, muss vorerst als Standort ausscheiden. Er ist zu dieser Zeit noch ganzjährig und regelmäßig in Betrieb.

 

1664

Im Band 2 der Leopoldschen Haus-Chronik aus Marktredwitz ist auf S. 229 ein Brandfall und zugleich ein erster Nachweis für Störche in Friedenfels vermerkt:

„Vor wenigen Wochen ist die Mühle bei Friedenfels abgebrannt, wodurch das auf einem Baum befindliche Storchennest auch brennend geworden war. Da haben die Störche mit jedermanns Verwunderung in Eile oft und geschwind eine solche Menge Wasser in den Schnäbeln geholt, zugetragen und so eifrig gelöscht, dass dadurch ihr angefeuertes Quartier errettet werden konnte“.